Predigt(en) von Pastor Michael Putzke

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Vom täglichen Brot und der Versuchung

In der Mitte des Vaterunsers steht die Bitte Unser tägliches Brot gib uns heute! Diese Brotbitte hat für mich neues Gewicht bekommen. Was heißt es, um das tägliche Brot in der Coronakrise zu bitten? Wenn wir um das tägliche Brot bitten, geht es um mehr. Wir spüren, wie sehr uns andere Menschen fehlen. Viele pflegen soziale Kontakte mit technischen Mitteln: Telefonate, Kurznachrichten und Briefe – alles Nahrung für die Seele.

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.

Immer wieder, besonders dann, wenn Menschen Gottes Nähe in besonderer Weise erfahren, bricht es aus ihnen heraus, dass sie anfangen zu singen und Gott loben. Zum Beispiel singt Hanna ein Loblied, als sie nach langer Unfruchtbarkeit endlich schwanger wird (1. Samuel 2,1-10). Oder Paulus und Silas, als sie gefesselt im Gefängnis sitzen, fangen an zu singen. Die Gefangenen ringsum hören es. (Apostelgeschichte 16, 25) Und denkt an die 150 Psalmen in der Mitte der Bibel! Das sind alles Glaubenslieder. Lieder für alle Lebenslagen, in denen gedankt und gelobt, aber auch geklagt und mit Gott gerungen wird. Margot Käßmann sagt: „Singen gehört zu unserem Glauben von Anfang an. Wenn heute viel nach Spiritualität gefragt wird, können wir sagen: Im Singen erfahren wir Gottes Nähe und Trost durch die Worte anderer, wenn wir keine Worte finden!“

Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft

Ein Wort aus dem Buch des Propheten Jesaja (Kapitel 40,29.31) für den heutigen Sonntag passt in diese Situation. Es ruft Menschen, die müde und kraftlos geworden sind, zum Durchhalten auf: Der HERR gibt den Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden….Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.  

Der Herr ist auferstanden!

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.
Mit diesem Ostergruß der weltweiten Christenheit grüßen wir euch an diesem Ostersonntag. Auch wenn wir nicht miteinander einen Osterfestgottesdienst feiern können, fällt Ostern nicht aus. Die Osterkerze leuchtet. Die Osterbotschaft gilt. Sie gilt auch und gerade in dieser Zeit, in der die Angst vor Ansteckung und Erkrankung auf uns lastet und die Nachrichten über steigenden Zahlen der Toten uns traurig macht.

Hoffnung säen

Ihr Lieben,

nach einer Woche „Kirche fasten“ wende ich mich wieder an euch und möchte das auch in den kommenden Wochen so tun. Wir wollen versuchen, auf verschiedenen Kanälen als Gemeinde in Kontakt zu bleiben und uns gegenseitig zu stärken. Danke dafür, wie ihr schon jetzt Kontakt miteinander haltet.

Dem Leben Tiefe geben!

Predigt zum Lied »Shallow« am 3. Advent 2019 – Dem Leben Tiefe geben – Von Pastor Michael Putzke Siehe, das ist mein Knecht – ich halte ihn – und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien […]

Gott entdecken verändert alles

Ich möchte tauschen mit dem Mann auf dem Acker. Ich habe Sehnsucht danach. Der Mann auf dem Acker findet einen Schatz – wie aus dem Nichts. Ich habe diesen entscheidenen Moment vor Augen: Er sieht in der Ackerfurche ein Tongefäß, halb offen, dutzende Silberstücke funkeln in der Sonne. Ihm läuft es heiß und kalt über den Rücken. Das ist der Anfang eines neuen Lebens. Alles wird sich ändern. So ist Gott.

Angst vor dem Fremden

Auf der einen Seite kenne ich Neugier und Faszination dem Fremden gegenüber und gleich daneben auch Vorsicht, Skepsis bis hin zu Angst. Diese Gefühle sind typisch für die Begegnung mit Fremden. Jesus kennt diese Angst auch. Er überwindet sie aber.