Predigt(en) zu Hoffnung

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Hoffnung – Die gespannte Schnur

Ich habe im Frühjahr eine Andacht zu Jeremia 29 von dem Professor für Altes Testament Jörg Barthel von der Theologischen Hochschule in Reutlingen gelesen, die mich stark beeindruckt hat. Da habe ich gelernt, dass in dem hebräischen Wort für Hoffnung (Tikwa) das Wort für Schnur steckt. Dieses Wort also trägt in sich ein Bild: Hoffnung ist wie eine gespannte Schnur, eine Erwartung, die mich in die Zukunft führen will. Dazu gehört, dass Hoffnung nicht die triste Realität überspringt. Ja, ich freue mich auch schon auf das Frühjahr, wenn es wieder warm wird und das Virus es deutlich schwerer hat. Aber ich weiß auch, die Tage bis dahin wollen gelebt werden.

Christus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben

Lasst Neues wachsen!
Seit letztem Sommer pflegen wir ein Gärtchen hinterm Haus. Als Unkundige sind wir unsicher, was wir beschneiden müssen. Wir probieren einfach. So habe ich im Herbst bei einem Weinstock die alten Triebe abgeschnitten. Als der kahle Stock dastand, war ich erschrocken. Wie abgestorben sah er aus. Ob da im nächsten Jahr wieder was wächst? Siehe da: Aus dem knochigen Stock wachsen grüne Triebe. Für mich ist das zum Bild für unsere Gemeinden geworden. Auch wenn wir in den vergangenen Wochen das kirchliche Leben arg beschnitten wurde, ist es nicht abgestorben. Da ist Leben, das wir nicht sogleich sehen können. Auch wenn wir nicht in gewohnter Weise unsere Gemeinschaft leben können, kann diese neue Impulse bekommen – gerade aus der Dürre heraus, die wir jetzt erleben.

Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft

Ein Wort aus dem Buch des Propheten Jesaja (Kapitel 40,29.31) für den heutigen Sonntag passt in diese Situation. Es ruft Menschen, die müde und kraftlos geworden sind, zum Durchhalten auf: Der HERR gibt den Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden….Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.  

Der Herr ist auferstanden!

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.
Mit diesem Ostergruß der weltweiten Christenheit grüßen wir euch an diesem Ostersonntag. Auch wenn wir nicht miteinander einen Osterfestgottesdienst feiern können, fällt Ostern nicht aus. Die Osterkerze leuchtet. Die Osterbotschaft gilt. Sie gilt auch und gerade in dieser Zeit, in der die Angst vor Ansteckung und Erkrankung auf uns lastet und die Nachrichten über steigenden Zahlen der Toten uns traurig macht.

Hoffnung säen

Ihr Lieben,

nach einer Woche „Kirche fasten“ wende ich mich wieder an euch und möchte das auch in den kommenden Wochen so tun. Wir wollen versuchen, auf verschiedenen Kanälen als Gemeinde in Kontakt zu bleiben und uns gegenseitig zu stärken. Danke dafür, wie ihr schon jetzt Kontakt miteinander haltet.

Botschaft des Bischofs – Wozu sind wir da?

»Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.« So lesen wir im 2. Timotheusbrief. Immer wieder kam mir dieses Bibelwort in den zurückliegenden Tagen in den Sinn. In ganz unterschiedli-chen Situationen wurde es plötzlich lebendig: wenn es galt, schwierige Entscheidungen für uns als Kirche zu treffen; wenn es galt, geduldig zuzuhören und zu ermutigen, oder wenn es galt, völlig klar, rasch und eindeutig zu agieren. »Nicht Furcht, sondern Kraft, Liebe und Besonnenheit.«

Gott entdecken verändert alles

Ich möchte tauschen mit dem Mann auf dem Acker. Ich habe Sehnsucht danach. Der Mann auf dem Acker findet einen Schatz – wie aus dem Nichts. Ich habe diesen entscheidenen Moment vor Augen: Er sieht in der Ackerfurche ein Tongefäß, halb offen, dutzende Silberstücke funkeln in der Sonne. Ihm läuft es heiß und kalt über den Rücken. Das ist der Anfang eines neuen Lebens. Alles wird sich ändern. So ist Gott.

Gott liebt dich jetzt!

Vers 1 unseres Predigttextes beginnt mit den schlichten Worten: Folgt nun dem Beispiel Gottes als geliebte Kinder …
Das Wort ‚folgen‘ löst gleich wieder Widerwillen in mir aus. „Willst du nun folgen!“ Endlich folgen, das zu tun, was ich dir sage! – Solche Sätze habe ich da schon noch aus meiner Kindheit im Ohr, folgsam zu sein, als veraltetes Synonym für gehorchen, artig sein.

Warten können, Hoffnung haben

Wie Gott im Alten Testament sich auf die Seite der kinderlosen Frauen stellt und sich ihrer erbarmt, so ist er auch jetzt bei seinem unterdrückten Volk und wird es retten. Wie Elisabeth gegen alle Erwartungen im hohen Alter noch ein Kind bekommt, so wird das Kind in der Krippe an Weihnachten die Wende bringen.