• Präsenzgottesdienste in der Pauluskirche fallen bis auf weiteres leider aus.
  • Gottesdienste feiern wir jetzt über Zoom
  • Christus spricht Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben
  • Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht...
Willkommen in der Pauluskirche! Wir sind eine Gemeinde aus Glaubenden und Suchenden.

Veranstaltungen

Zoom-Gottesdienst

17. Januar 2021
11 Uhr

An diesem Sonntag feiern wir um 11 Uhr einen Zoom-Gottesdienst. Wenn Sie sich zuschalten wollen, melden Sie sich bitte bei uns über die Emailadresse: kassel@emk.de.

Zoom-Gottesdienst

24. Januar 2021
11 Uhr

An diesem Sonntag feiern wir um 11 Uhr einen Zoom-Gottesdienst. Wenn Sie sich zuschalten wollen, melden Sie sich bitte bei uns über die Emailadresse: kassel@emk.de.

Zoom-Gottesdienst

31. Januar 2021
11 Uhr

An diesem Sonntag feiern wir um 11 Uhr einen Zoom-Gottesdienst. Wenn Sie sich zuschalten wollen, melden Sie sich bitte bei uns über die Emailadresse: kassel@emk.de.

Predigten

Andacht für den Heiligenabend 2020

Die Weihnachtsgeschichte erzählt uns von einem Gott, der unvernünftig ist. Er setzt ein Kind in unsere Welt und geht damit volles Risiko ein. Das Kind Gottes wird geboren in einer Zeit, die ebenfalls unsicher war. Maria und Josef waren unterwegs nach Bethlehem. Es gab keinen Raum, in dem sie Schutz finden konnten. Aber trotz allem kommt gerade da Gottes Kind zur Welt. Aber Gott scheut diese Gefahr nicht; er kommt hier unter uns zur Welt und setzt sich mit uns dieser Welt aus mit all ihren Gefahren. Wir empfinden in diesen Tagen eine große Unsicherheit; wir spüren, dass wir verletzliche Wesen sind – wie schon lange nicht mehr. Vielleicht hören wir die Weihnachtsgeschichte deswegen anders als sonst. Der Retter der Welt wird in unsicherer Zeit als kleines verletzliches Kind in einem zugigen Stall geboren.

Hoffnung – Die gespannte Schnur

Ich habe im Frühjahr eine Andacht zu Jeremia 29 von dem Professor für Altes Testament Jörg Barthel von der Theologischen Hochschule in Reutlingen gelesen, die mich stark beeindruckt hat. Da habe ich gelernt, dass in dem hebräischen Wort für Hoffnung (Tikwa) das Wort für Schnur steckt. Dieses Wort also trägt in sich ein Bild: Hoffnung ist wie eine gespannte Schnur, eine Erwartung, die mich in die Zukunft führen will. Dazu gehört, dass Hoffnung nicht die triste Realität überspringt. Ja, ich freue mich auch schon auf das Frühjahr, wenn es wieder warm wird und das Virus es deutlich schwerer hat. Aber ich weiß auch, die Tage bis dahin wollen gelebt werden.

Vom täglichen Brot und der Versuchung

In der Mitte des Vaterunsers steht die Bitte Unser tägliches Brot gib uns heute! Diese Brotbitte hat für mich neues Gewicht bekommen. Was heißt es, um das tägliche Brot in der Coronakrise zu bitten? Wenn wir um das tägliche Brot bitten, geht es um mehr. Wir spüren, wie sehr uns andere Menschen fehlen. Viele pflegen soziale Kontakte mit technischen Mitteln: Telefonate, Kurznachrichten und Briefe – alles Nahrung für die Seele.

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.

Immer wieder, besonders dann, wenn Menschen Gottes Nähe in besonderer Weise erfahren, bricht es aus ihnen heraus, dass sie anfangen zu singen und Gott loben. Zum Beispiel singt Hanna ein Loblied, als sie nach langer Unfruchtbarkeit endlich schwanger wird (1. Samuel 2,1-10). Oder Paulus und Silas, als sie gefesselt im Gefängnis sitzen, fangen an zu singen. Die Gefangenen ringsum hören es. (Apostelgeschichte 16, 25) Und denkt an die 150 Psalmen in der Mitte der Bibel! Das sind alles Glaubenslieder. Lieder für alle Lebenslagen, in denen gedankt und gelobt, aber auch geklagt und mit Gott gerungen wird. Margot Käßmann sagt: „Singen gehört zu unserem Glauben von Anfang an. Wenn heute viel nach Spiritualität gefragt wird, können wir sagen: Im Singen erfahren wir Gottes Nähe und Trost durch die Worte anderer, wenn wir keine Worte finden!“

Christus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben

Lasst Neues wachsen!
Seit letztem Sommer pflegen wir ein Gärtchen hinterm Haus. Als Unkundige sind wir unsicher, was wir beschneiden müssen. Wir probieren einfach. So habe ich im Herbst bei einem Weinstock die alten Triebe abgeschnitten. Als der kahle Stock dastand, war ich erschrocken. Wie abgestorben sah er aus. Ob da im nächsten Jahr wieder was wächst? Siehe da: Aus dem knochigen Stock wachsen grüne Triebe. Für mich ist das zum Bild für unsere Gemeinden geworden. Auch wenn wir in den vergangenen Wochen das kirchliche Leben arg beschnitten wurde, ist es nicht abgestorben. Da ist Leben, das wir nicht sogleich sehen können. Auch wenn wir nicht in gewohnter Weise unsere Gemeinschaft leben können, kann diese neue Impulse bekommen – gerade aus der Dürre heraus, die wir jetzt erleben.